Outdoormachete in einem Baumstamm

Machete

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Die Zeiten in denen man sich bei der Jagd, Trekkingtouren oder anderen Outdooraktivitäten ausschließlich auf sein Messer verlassen musste, sind längst vorbei. Mehr und mehr Outdoorenthusiasten schwören auf Macheten und die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten, die diese bieten. Schließlich lassen sich Macheten nicht nur Einsetzen, um einen Weg durch den Dschungel zu bahnen oder um Kokosnüsse zu spalten. Auch zur Selbstverteidigung sowie für feinere Schnitzarbeiten lassen sich Macheten hervorragend verwenden. Da man bei der großen Auswahl an unterschiedlichen Macheten schnell den Überblick verlieren kann, möchten wir Ihnen in diesem Artikel aufzeigen, worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich eine Machete kaufen wollen.

Welche Machete ist am besten geeignet?

Da es viele verschiedene Macheten in unterschiedlichen Ausführungen gibt, lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten.

Welche Machete am besten für Sie geeignet ist hängt insbesondere davon ab, für welchen Zweck Sie eine Machete benötigen.

Macheten gibt es in diversen Ausführungen mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.

Die unterschiedlichen Arten von Macheten

Im folgenden Abschnitt stellen wir Ihnen die verschiedenen Arten von Macheten vor:

Kukri

Das sogenannte khukuri oder auch Kukri ist bei Outdoorfreunden rund um den Globus bekannt. Ursprünglich stammt es aus Nepal, wo es seit jeher als eine Art Allzweckmachete eingesetzt wurde.

Das Besondere am Khukuri ist die nach innen gebogene Klinge. Die spezielle Bauweise sorgt dafür, dass man mit der Spitze gut stechen kann, während sich der Mittlere Teil gut fürs Hacken eignet und man mit dem unteren Teil feinere Schnitzarbeiten durchführen kann.

Berühmt wurde die Machete durch die Gurkha – die nepalesischen Soldaten -, welche die Macheten auch als effektive Nahkampfwaffe benutzten.

Latin

Bei den sogenannten „Latin-Macheten“ (auch als Buschmacheten bekannt) handelt es sich um klassische Macheten, wie Sie bis heute vom US-Militär eingesetzt werden.

Latin-Macheten sind kräftig, verfügen über eine Klinge mit geradem Rücken und sind gut ausbalanciert.

Sie eignen sich insbesondere für grüne Vegetation sowie als Allzweckwerkzeug und garantieren ein ermüdungsfreies arbeiten.

Bowie Machete

Die Bowie Machete wurde in den USA entwickelt und basiert von der Bauweise her auf dem deutlich kleineren Bowie Messer, welches durch den Trapper Jim Bowie berühmt wurde.

Die Bowie Machete verfügt über eine konkave Clippoint-Klinge, welche sich besonders gut für das Häuten von Wild eignet.

Panga

Die Panga ist auch unter dem Namen Tapanga bekannt und kommt ursprünglich aus Südafrika.

Sie zeichnet sich durch ihre nach oben hin erweiterte Klinge, sowie die beachtliche Länge zwischen 40 und 45 Zentimetern aus.

In den meisten Fällen ist auch der nach oben gerichtete Teil der Machete geschärft. Er ist gut zum Stechen geeignet, da sich die volle Kraft der Klinge auf eine kleine Fläche konzentriert.

Der breite Kopf der Panga sorgt für zusätzliches Gewicht, welches sich beim Hacken bezahlt macht.

Parang

Die Parang-Machete ähnelt der Panga, hat aber eine kürzere, dickere und lediglich auf einer Seite geschliffene Klinge.

Parang-Macheten eignen sich besonders für waldige Regionen, da sie bauartbedingt nur selten im Geäst hängenbleiben.

Macheten dieser Art kommen größtenteils in Indonesien und Malaysia vor.

Bolo

Auch die Bolo-Machete ähnelt von Ihrem äußeren Erscheinungsbild her der Panga.

Im Gegensatz zur Panga-Machete verdickt sich Klinge bei der Bolo-Machete allerdings erst kurz vor der Klingenspitze.

Bolos werden überwiegend von der philippinischen Bevölkerung genutzt, um damit Essen zuzubereiten oder Gestrüpp zu entfernen.

Auch beim Eskrima – einer traditionellen philippinischen Kampfsportart – kommen die Macheten zum Einsatz.

Worauf sollte Ich beim Kauf einer Machete achten?

Bevor Sie sich aus dem Bauch heraus für eine Machete entscheiden, nur weil Sie Ihnen äußerlich zusagt sollten Sie sich etwas intensiver mit der Thematik auseinandersetzen.

Überlegen Sie sich genau wo und wann Ihre Machete in Zukunft zum Einsatz kommen wird und vergleichen Sie unterschiedliche Modelle miteinander.

Beim Kauf einer Machete sollten Sie folgende Faktoren berücksichtigen:

Das Gewicht

Viele Macheten haben übermäßig schwere und dicke Klingen. Damit soll gewährleistet werden, dass die Klinge auch schwersten Belastungen standhält.

Außerdem lässt sich mit einer schweren Klinge mehr Momentum aufbauen, so dass jeder Schlag mit der Machete einen sauberen Schnitt zur Folge hat.

Sie sollten allerdings bedenken, dass ein erhöhtes Gewicht nicht nur Vorteile mit sich bringt. Schließlich müssen Sie die Machete mit sich herumtragen und unter Umständen mehrere Stunden am Stück benutzen.

Ideal ist eine gesunde Mischung aus beidem, also eine Machete, die zwar robust, aber nicht zu schwer ist.

Klingenlänge

Eine durchschnittliche Machete hat eine Klingenlänge von etwa 45 Zentimetern.

Es gibt allerdings auch wesentlich kleinere sowie deutlich größere Macheten. Wenn Sie sich eine Machete anschaffen wollen, sollten Sie sich überlegen, ob Sie mehr Wert auf Reichweite oder Handlichkeit legen.

So lässt sich eine längere Klinge zwar schwieriger transportieren, bietet dafür aber auch deutlich mehr Reichweite und gewährleistet somit ein effizienteres Arbeiten.

Eine kleinere Machete auf der anderen Seite ist handlicher und lässt sich besser transportieren verfügt allerdings auch über eine geringere Reichweite.

Der verwendete Stahl

Der für die Herstellung der Klinge verwendete Stahl ist ein wesentlicher Punkt, auf den Sie beim Kauf einer Machete achten müssen. Auch hierbei liegt es an Ihnen und Ihren individuellen Bedürfnissen, für welche Stahlart Sie sich entscheiden.

Diese Stahlsorten werden bei der Herstellung von Macheten verwendet:

Karbonstahl

Karbonstahl wird – wie der Name bereits erahnen lässt – aus Karbon und Eisen hergestellt. Macheten aus Karbonstahl zeichnen sich dadurch aus, dass Sie besonders stabil sind und sich leicht schärfen lassen.

Da Karbonstahl deutlich anfälliger für Rost ist als beispielsweise Werkzeug- oder rostfreier -Stahl, sind Macheten aus Karbonstahl relativ pflegebedürftig und sollten insbesondere bei der Arbeit in einer feuchten Umgebung entsprechend behandelt werden.

Werkzeugstahl

Neben einem hohen Anteil an Kohlenstoff enthält Werkzeugstahl auch eine gewisse Menge Chrom.

Diese reicht allerdings nicht aus, um den Stahl der Kategorie Karbon- oder rostfreiem Stahl zuzuordnen. Werkzeugstahl verknüpft die positiven Eigenschaften beider Stahlsorten. Er ist rostresistent, hält auch härteren Belastungen stand und kann gut geschliffen werden.

Rostfreier Stahl

Rostfreier Stahl enthält eine größere Menge Kohlenstoff und gleicht somit im Wesentlichen dem Karbonstahl.

Im Gegensatz zu Karbonstahl enthält Rostfreier Stahl jedoch Chrom. Dieses soll die Machete vor Rost schützen.

Je nach der verwendeten Legierung lassen sich manche Macheten aus rostfreiem Stahl schwer scharf schleifen.

Auch hinsichtlich der Stabilität müssen Sie bei Macheten aus rostfreiem Stahl Abstriche machen.

Griffzapfen

Als Griffzapfen wird der Teil der Machete bezeichnet an dem die Klinge in das Griffstück übergeht.

Wir empfehlen Ihnen, nach Möglichkeit eine Machete zu wählen, die über einen großen Griffzapfen verfügt, der durchgängig in den Griff übergeht, um ein etwaiges Abbrechen der Klinge weitestgehend ausschließen zu können.

Klingenform

Wie bereits oben erwähnt gibt es Macheten mit diversen Klingenformen, die sich für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke eignen.

Wählen Sie die Klingenform mit bedacht. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es bei Macheten nicht.

Während sich beispielsweise eine Machete mit einem breiten Kopf beispielsweise gut zum Hacken eignet, ist Sie zum Stechen eher ungeeignet.

Griffmaterial

Der Griff spielt nicht aus ästhetischen Gründen eine Rolle beim Kauf einer Machete. Die für das Griffstück verwendeten Materialien bringen unterschiedliche Vor- und Nachteile mit sich.

So schmeichelt ein Griff aus Holz zwar der Hand und sieht gut aus, kann dafür aber leicht splittern, wenn er starken Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.

Griffe aus Kunststoff sind zwar deutlich widerstandsfähiger, bieten dafür aber deutlich weniger Grip, wenn es nass wird.

Die meisten Outdoorenthusiasten bevorzugen daher einen Griff aus Micarta. Dabei handelt es sich um ein Material aus einem Faser-Kunststoffverbund, welches überaus robust und sehr griffig ist.

Was kostet eine Machete?

Wie viel Sie für eine Machete ausgeben müssen hängt davon ab, für welchen Hersteller Sie sich entscheiden und welches Modell Sie sich aussuchen.

Eine günstige Machete gibt es schon für 30€ zu kaufen. Wenn Sie jedoch auf der Suche nach einer Machete sind, die Ihnen längerfristig erhalten bleibt, raten wir Ihnen ein etwas hochwertiges Modell eines namenhaften Herstellers zu wählen.

Für eine solche Machete müssen Sie zwar 100€ bis 200€ rechnen, bekommen dafür aber auch einen Ausrüstungsgegenstand, der Ihnen bei entsprechender Pflege ein Leben lang gute Dienste leisten wird.

Firmen die Macheten Herstellen

Gerber

Bei der Firma Gerber handelt es sich um ein US-Amerikanisches Unternehmen, welches im Jahre 1939 durch Joseph Gerber gegründet wurde und sich auf die Herstellung sowie den Vertrieb von Ausrüstungsgegenständen für den Outdoor-Gebrauch spezialisiert hat.

Im Jahr 1987 wurde das Unternehmen durch den finnischen Konzern Fiskars übernommen. Zum jetzigen Zeitpunkt beschäftigt Gerber etwa 300 Mitarbeiter. Gerber ist nicht nur für seine Macheten, sondern insbesondere auch für seine Multitools sowie viele weitere Outdoorrelevante Produkte bekannt.

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