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Mache­ten für Bush­craf­ter und Out­door­freunde

Die Zei­ten in denen man sich bei der Jagd, Trek­king­tou­ren oder ande­ren Out­door­ak­ti­vi­tä­ten aus­schließ­lich auf sein Mes­ser ver­las­sen musste, sind längst vor­bei. Mehr und mehr Out­doo­r­en­thu­si­as­ten schwö­ren auf Mache­ten und die viel­sei­ti­gen Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten, die diese bie­ten. Schließ­lich las­sen sich Mache­ten nicht nur Ein­set­zen, um einen Weg durch den Dschun­gel zu bah­nen oder um Kokos­nüsse zu spal­ten. Auch zur Selbst­ver­tei­di­gung sowie für fei­nere Schnitz­ar­bei­ten las­sen sich Mache­ten her­vor­ra­gend ver­wen­den. Da man bei der gro­ßen Aus­wahl an unter­schied­li­chen Mache­ten schnell den Über­blick ver­lie­ren kann, möch­ten wir Ihnen in die­sem Arti­kel auf­zei­gen, wor­auf Sie ach­ten müs­sen, wenn Sie sich eine Machete kau­fen wol­len.

Outdoor Machete

Wel­che Machete ist am bes­ten geeig­net?

Da es viele ver­schie­dene Mache­ten in unter­schied­li­chen Aus­füh­run­gen gibt, lässt sich diese Frage nicht pau­schal beant­wor­ten.

Wel­che Machete am bes­ten für Sie geeig­net ist hängt ins­be­son­dere davon ab, für wel­chen Zweck Sie eine Machete benö­ti­gen.

Mache­ten gibt es in diver­sen Aus­füh­run­gen mit unter­schied­li­chen Vor- und Nach­tei­len.

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Zuletzt aktua­li­siert am: 18. April 2021 05:17
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Die unter­schied­li­chen Arten von Mache­ten

Im fol­gen­den Abschnitt stel­len wir Ihnen die ver­schie­de­nen Arten von Mache­ten vor:

Kukri

Das soge­nannte khu­kuri oder auch Kukri ist bei Out­door­freun­den rund um den Glo­bus bekannt. Ursprüng­lich stammt es aus Nepal, wo es seit jeher als eine Art All­zweck­ma­chete ein­ge­setzt wurde.

Das Beson­dere am Khu­kuri ist die nach innen gebo­gene Klinge. Die spe­zi­elle Bau­weise sorgt dafür, dass man mit der Spitze gut ste­chen kann, wäh­rend sich der Mitt­lere Teil gut fürs Hacken eig­net und man mit dem unte­ren Teil fei­nere Schnitz­ar­bei­ten durch­füh­ren kann.

Berühmt wurde die Machete durch die Gurkha – die nepa­le­si­schen Sol­da­ten -, wel­che die Mache­ten auch als effek­tive Nah­kampf­waffe benutz­ten.

Latin

Bei den soge­nann­ten „Latin-Mache­ten“ (auch als Buschma­che­ten bekannt) han­delt es sich um klas­si­sche Mache­ten, wie Sie bis heute vom US-Mili­tär ein­ge­setzt wer­den.

Latin-Mache­ten sind kräf­tig, ver­fü­gen über eine Klinge mit gera­dem Rücken und sind gut aus­ba­lan­ciert.

Sie eig­nen sich ins­be­son­dere für grüne Vege­ta­tion sowie als All­zweck­werk­zeug und garan­tie­ren ein ermü­dungs­freies arbei­ten.

Bowie Machete

Die Bowie Machete wurde in den USA ent­wi­ckelt und basiert von der Bau­weise her auf dem deut­lich klei­ne­ren Bowie Mes­ser, wel­ches durch den Trap­per Jim Bowie berühmt wurde.

Die Bowie Machete ver­fügt über eine kon­kave Clip­point-Klinge, wel­che sich beson­ders gut für das Häu­ten von Wild eig­net.

Panga

Die Panga ist auch unter dem Namen Tapanga bekannt und kommt ursprüng­lich aus Süd­afrika.

Sie zeich­net sich durch ihre nach oben hin erwei­terte Klinge, sowie die beacht­li­che Länge zwi­schen 40 und 45 Zen­ti­me­tern aus.

In den meis­ten Fäl­len ist auch der nach oben gerich­tete Teil der Machete geschärft. Er ist gut zum Ste­chen geeig­net, da sich die volle Kraft der Klinge auf eine kleine Flä­che kon­zen­triert.

Der breite Kopf der Panga sorgt für zusätz­li­ches Gewicht, wel­ches sich beim Hacken bezahlt macht.

Parang

Die Parang-Machete ähnelt der Panga, hat aber eine kür­zere, dickere und ledig­lich auf einer Seite geschlif­fene Klinge.

Parang-Mache­ten eig­nen sich beson­ders für wal­dige Regio­nen, da sie bau­art­be­dingt nur sel­ten im Geäst hän­gen­blei­ben.

Mache­ten die­ser Art kom­men größ­ten­teils in Indo­ne­sien und Malay­sia vor.

Bolo

Auch die Bolo-Machete ähnelt von Ihrem äuße­ren Erschei­nungs­bild her der Panga.

Im Gegen­satz zur Panga-Machete ver­dickt sich Klinge bei der Bolo-Machete aller­dings erst kurz vor der Klin­gen­spitze.

Bolos wer­den über­wie­gend von der phil­ip­pi­ni­schen Bevöl­ke­rung genutzt, um damit Essen zuzu­be­rei­ten oder Gestrüpp zu ent­fer­nen.

Auch beim Eskrima – einer tra­di­tio­nel­len phil­ip­pi­ni­schen Kampf­sport­art – kom­men die Mache­ten zum Ein­satz.

Wor­auf sollte Ich beim Kauf einer Machete ach­ten?

Bevor Sie sich aus dem Bauch her­aus für eine Machete ent­schei­den, nur weil Sie Ihnen äußer­lich zusagt soll­ten Sie sich etwas inten­si­ver mit der The­ma­tik aus­ein­an­der­set­zen.

Über­le­gen Sie sich genau wo und wann Ihre Machete in Zukunft zum Ein­satz kom­men wird und ver­glei­chen Sie unter­schied­li­che Modelle mit­ein­an­der.

Beim Kauf einer Machete soll­ten Sie fol­gende Fak­to­ren berück­sich­ti­gen:

Das Gewicht

Viele Mache­ten haben über­mä­ßig schwere und dicke Klin­gen. Damit soll gewähr­leis­tet wer­den, dass die Klinge auch schwers­ten Belas­tun­gen stand­hält.

Außer­dem lässt sich mit einer schwe­ren Klinge mehr Momen­tum auf­bauen, so dass jeder Schlag mit der Machete einen sau­be­ren Schnitt zur Folge hat.

Sie soll­ten aller­dings beden­ken, dass ein erhöh­tes Gewicht nicht nur Vor­teile mit sich bringt. Schließ­lich müs­sen Sie die Machete mit sich her­um­tra­gen und unter Umstän­den meh­rere Stun­den am Stück benut­zen.

Ideal ist eine gesunde Mischung aus bei­dem, also eine Machete, die zwar robust, aber nicht zu schwer ist.

Klin­gen­länge

Eine durch­schnitt­li­che Machete hat eine Klin­gen­länge von etwa 45 Zen­ti­me­tern.

Es gibt aller­dings auch wesent­lich klei­nere sowie deut­lich grö­ßere Mache­ten. Wenn Sie sich eine Machete anschaf­fen wol­len, soll­ten Sie sich über­le­gen, ob Sie mehr Wert auf Reich­weite oder Hand­lich­keit legen.

So lässt sich eine län­gere Klinge zwar schwie­ri­ger trans­por­tie­ren, bie­tet dafür aber auch deut­lich mehr Reich­weite und gewähr­leis­tet somit ein effi­zi­en­te­res Arbei­ten.

Eine klei­nere Machete auf der ande­ren Seite ist hand­li­cher und lässt sich bes­ser trans­por­tie­ren ver­fügt aller­dings auch über eine gerin­gere Reich­weite.

Der ver­wen­dete Stahl

Der für die Her­stel­lung der Klinge ver­wen­dete Stahl ist ein wesent­li­cher Punkt, auf den Sie beim Kauf einer Machete ach­ten müs­sen. Auch hier­bei liegt es an Ihnen und Ihren indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen, für wel­che Stahl­art Sie sich ent­schei­den.

Diese Stahl­sor­ten wer­den bei der Her­stel­lung von Mache­ten ver­wen­det:

Kar­bon­stahl

Kar­bon­stahl wird – wie der Name bereits erah­nen lässt – aus Kar­bon und Eisen her­ge­stellt. Mache­ten aus Kar­bon­stahl zeich­nen sich dadurch aus, dass Sie beson­ders sta­bil sind und sich leicht schär­fen las­sen.

Da Kar­bon­stahl deut­lich anfäl­li­ger für Rost ist als bei­spiels­weise Werk­zeug- oder rost­freier -Stahl, sind Mache­ten aus Kar­bon­stahl rela­tiv pfle­ge­be­dürf­tig und soll­ten ins­be­son­dere bei der Arbeit in einer feuch­ten Umge­bung ent­spre­chend behan­delt wer­den.

Werk­zeug­stahl

Neben einem hohen Anteil an Koh­len­stoff ent­hält Werk­zeug­stahl auch eine gewisse Menge Chrom.

Diese reicht aller­dings nicht aus, um den Stahl der Kate­go­rie Kar­bon- oder rost­freiem Stahl zuzu­ord­nen. Werk­zeug­stahl ver­knüpft die posi­ti­ven Eigen­schaf­ten bei­der Stahl­sor­ten. Er ist rost­re­sis­tent, hält auch här­te­ren Belas­tun­gen stand und kann gut geschlif­fen wer­den.

Rost­freier Stahl

Rost­freier Stahl ent­hält eine grö­ßere Menge Koh­len­stoff und gleicht somit im Wesent­li­chen dem Kar­bon­stahl.

Im Gegen­satz zu Kar­bon­stahl ent­hält Rost­freier Stahl jedoch Chrom. Die­ses soll die Machete vor Rost schüt­zen.

Je nach der ver­wen­de­ten Legie­rung las­sen sich man­che Mache­ten aus rost­freiem Stahl schwer scharf schlei­fen.

Auch hin­sicht­lich der Sta­bi­li­tät müs­sen Sie bei Mache­ten aus rost­freiem Stahl Abstri­che machen.

Griff­zap­fen

Als Griff­zap­fen wird der Teil der Machete bezeich­net an dem die Klinge in das Griff­stück über­geht.

Wir emp­feh­len Ihnen, nach Mög­lich­keit eine Machete zu wäh­len, die über einen gro­ßen Griff­zap­fen ver­fügt, der durch­gän­gig in den Griff über­geht, um ein etwai­ges Abbre­chen der Klinge wei­test­ge­hend aus­schlie­ßen zu kön­nen.

Klin­gen­form

Wie bereits oben erwähnt gibt es Mache­ten mit diver­sen Klin­gen­for­men, die sich für die unter­schied­lichs­ten Ein­satz­zwe­cke eig­nen.

Wäh­len Sie die Klin­gen­form mit bedacht. Die eier­le­gende Woll­milch­sau gibt es bei Mache­ten nicht.

Wäh­rend sich bei­spiels­weise eine Machete mit einem brei­ten Kopf bei­spiels­weise gut zum Hacken eig­net, ist Sie zum Ste­chen eher unge­eig­net.

Griff­ma­te­rial

Der Griff spielt nicht aus ästhe­ti­schen Grün­den eine Rolle beim Kauf einer Machete. Die für das Griff­stück ver­wen­de­ten Mate­ria­lien brin­gen unter­schied­li­che Vor- und Nach­teile mit sich.

So schmei­chelt ein Griff aus Holz zwar der Hand und sieht gut aus, kann dafür aber leicht split­tern, wenn er star­ken Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen aus­ge­setzt ist.

Griffe aus Kunst­stoff sind zwar deut­lich wider­stands­fä­hi­ger, bie­ten dafür aber deut­lich weni­ger Grip, wenn es nass wird.

Die meis­ten Out­doo­r­en­thu­si­as­ten bevor­zu­gen daher einen Griff aus Micarta. Dabei han­delt es sich um ein Mate­rial aus einem Faser-Kunst­stoff­ver­bund, wel­ches über­aus robust und sehr grif­fig ist.

Was kos­tet eine Machete?

Wie viel Sie für eine Machete aus­ge­ben müs­sen hängt davon ab, für wel­chen Her­stel­ler Sie sich ent­schei­den und wel­ches Modell Sie sich aus­su­chen.

Eine güns­tige Machete gibt es schon für 30€ zu kau­fen. Wenn Sie jedoch auf der Suche nach einer Machete sind, die Ihnen län­ger­fris­tig erhal­ten bleibt, raten wir Ihnen ein etwas hoch­wer­ti­ges Modell eines namen­haf­ten Her­stel­lers zu wäh­len.

Für eine sol­che Machete müs­sen Sie zwar 100€ bis 200€ rech­nen, bekom­men dafür aber auch einen Aus­rüs­tungs­ge­gen­stand, der Ihnen bei ent­spre­chen­der Pflege ein Leben lang gute Dienste leis­ten wird.

Fir­men die Mache­ten Her­stel­len

Ger­ber

Bei der Firma Ger­ber han­delt es sich um ein US-Ame­ri­ka­ni­sches Unter­neh­men, wel­ches im Jahre 1939 durch Joseph Ger­ber gegrün­det wurde und sich auf die Her­stel­lung sowie den Ver­trieb von Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­den für den Out­door-Gebrauch spe­zia­li­siert hat.

Im Jahr 1987 wurde das Unter­neh­men durch den fin­ni­schen Kon­zern Fis­kars über­nom­men. Zum jet­zi­gen Zeit­punkt beschäf­tigt Ger­ber etwa 300 Mit­ar­bei­ter. Ger­ber ist nicht nur für seine Mache­ten, son­dern ins­be­son­dere auch für seine Mul­ti­tools sowie viele wei­tere Out­door­rele­vante Pro­dukte bekannt.

 

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