Eine Trekkingaxt steckt in einem Baumstupf

Trekkingaxt

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Wenn Sie Ihre Freizeit gerne in der Natur verbringen, regelmäßig campen gehen oder leidenschaftlicher Bushcrafter sind benötigen Sie eine entsprechende Ausrüstung. Teil dieser Ausrüstung sollte immer auch eine handliche Trekkingaxt sein. Diese sind nicht nur praktisch, weil Sie handlich und leicht zu transportieren sind, sondern haben darüber hinaus auch einen wirklichen Mehrwert. So können Sie eine Trekkingaxt beispielsweise einsetzen, um damit kleinere Bäume zu fällen, Feuerholz zu hacken, Fleisch zuzubereiten oder um Zeltheringe in den Boden zu treiben. Im Notfall kann eine Trekkingaxt auch als Selbstverteidigungswaffe herhalten. Wie Sie sehen gibt es viele unterschiedliche Gründe, die für die Anschaffung einer Trekkingaxt sprechen. Damit Sie keinen Fehlkauf tätigen, sondern eine Trekkingaxt bekommen, die Ihren Anforderungen gerecht wird, werden wir Ihnen im folgenden Artikel verraten, auf welche Kriterien es beim Kauf ankommt und was Sie im Umgang mit Ihrer Axt beachten müssen.

Welche Trekkingaxt ist am besten geeignet?

Welche Trekkingaxt am besten ist lässt sich pauschal nicht sagen. Schließlich kommt es in erster Linie darauf an, was Sie mit der Axt vorhaben und wie oft Sie diese benutzen wollen.

Trekkingäxte gibt es je nach Einsatzzweck in den unterschiedlichsten Ausführungen.

Die gängigsten Arten von Trekkingäxten

  •  Survival Axt: Dabei handelt es sich um eine kleine, leichte Axt mit einem verhältnismäßig kurzen Schaft, die für den einhändigen Gebrauch gedacht ist. Diese Äxte eignen sich besonders zum zerkleinern kleinerer Holzscheite, zum Hämmern und zum Spalten von Holz. Für schwerere Arbeiten sind solche Äxte eher ungeeignet.
  • Campingaxt: Campingäxte sind von mittlerer Größe. Sie verfügen über einen etwas längeren Schaft und sind somit auch für den Gebrauch mit zwei Händen geeignet. Die Klinge ist groß genug, um damit auch etwas größere Holzklötze zu spalten. Entsprechende Äxte finden zwar nicht in jedem Rucksack Platz können dafür aber auch etwas härter rangenommen werden, ohne zu zerbrechen.
  • Taktische Äxte: Diese etwas martialisch wirkenden Äxte erinnern ein wenig an die Tomahawks der Indianer. Sie eignen sich somit sehr gut als Verteidigungswaffe und lassen sich mit etwas Übung auch zielgerichtet werfen. Darüber hinaus sind Taktische Äxte robust genug, um damit Türen aufzuhebeln oder größere Holzscheite zu spalten.

Worauf sollte Ich beim Kauf einer Trekkingaxt achten?

Wenn Sie sich eine Trekkingaxt kaufen wollen, sollten Sie sich für die Kaufentscheidung ausreichend Zeit nehmen.

Um Ihnen die Wahl der geeigneten Axt etwas zu erleichtern haben wir Ihnen im folgenden Abschnitt die wichtigsten Kriterien zusammengefasst.

Eine Trekkingaxt liegt neben einem Messer

Gewicht des Axtkopfes

Der Kopf einer Axt ist das wohl wichtigste und schwerste Bauteil. Dementsprechend viel Beachtung sollten Sie dem Gewicht des Axtkopfes zukommen lassen.

Viele entscheiden sich unüberlegt für den schwersten Axtkopf, weil Sie davon ausgehen, dass das hohe Gewicht Ihnen Vorteile beim Arbeiten bringt.

Dies mag auch durchaus richtig sein, wenn Sie vorhaben sollten an Holzfäller-Wettbewerben teilzunehmen oder 5 Tonnen Holz für den Ofen zurechthacken müssen. Bushcraftern und anderen Outdoorenthusiasten hingegen, die noch nicht so versiert im Umgang mit der Axt sind empfehlen wir die Verwendung eines leichteren Axtkopfes.

Dieser sollte maximal 2,5 Kilogramm wiegen, damit er sich auch bei feineren Arbeiten gut führen lässt.

Grifflänge

Die Länge des Axtgriffs bemisst sich in der Regel vom unteren Ende des Axtkopfs bis zum Griffende.

Auch wenn viele sich wohl rein intuitiv für eine Axt mit einem längeren Griff entscheiden würden, um mit mehr Energie schwingen zu können, ist dies nicht unbedingt notwendig.

Ein längerer Griff sorgt nicht nur dafür, dass die Axt mehr Platz wegnimmt, sondern bringt auch mehr Gewicht mit sich.

Zudem lässt sich eine Axt mit einem längeren Griff deutlich schlechter kontrollieren, als eine Axt mit einem vergleichsweisen kurzen Griff.

Für die typischen Aufgaben beim Campen oder beim Trekking reicht eine Grifflänge zwischen 20 und maximal 90 Zentimetern vollkommen aus.

Griffmaterial

Die meisten Trekkingäxte haben einen Griff aus Holz oder aus Glasfaser verstärktem Kunststoff.

Es gibt allerdings auch einige Modelle, die über einen Metallgriff verfügen. Da Äxte mit einem Metallgriff jedoch sehr viel wiegen fallen Sie für den Einsatz beim Bushcraften raus.

Unserer Erfahrung nach eignen sich Äxte mit einem Kunststoffgriff am besten. Kunststoff mag zwar rein optisch nicht so schick aussehen, wie ein schön gemaserter Holzgriff ist dafür aber unanfällig gegenüber Umwelteinflüssen, leichter und kann nicht splittern.

Holzgriffe auf der anderen Seite sehen besser aus und lassen sich leicht und schnell ersetzen. Dafür neigt Holz zum splittern und lässt sich bei Feuchtigkeit oder Nässe nicht so gut greifen wie ein Kunststoffgriff.

Geschwungener oder gerader Griff?

Äxte haben entweder einen geschwungenen oder geraden Griff. Während Trekkingäxte mit einem einschneidigen Kopf meist über einen geschwungenen Griff verfügen, ist der Griff einer doppelschneidigen Axt in der Regel gerade. Ein geschwungener Griff sorgt dafür, dass sich die Axt besser schwingen lässt.

Eine Trekkingaxt von Fiskars liegt auf einem Holzkeil

Der verwendete Stahl

Zur Herstellung der Axtköpfe kommen je nach Hersteller und Verwendungszweck die unterschiedlichsten Stahlarten zum Einsatz. Einige sind härter oder lassen sich besser schärfen als andere. Bevor Sie sich für eine Axt entscheiden sollten Sie sich zumindest am Rande mal mit den verschiedenen Stahlarten auseinandersetzen. So können Sie Äxte ausschließen, die Ihren Anforderungen nicht gerecht werden und die Suche weiter eingrenzen.

Folgende Stahlsorten kommen bei der Herstellung von Axtköpfen zum Einsatz:

Karbonstahl

Axtköpfe aus Karbonstahl sind besonders solide und lassen sich gut schärfen. Der Stahl besteht ausschließlich aus Karbon und Eisen, wobei der Karbonanteil je nach Hersteller variiert.

Durch die Verwendung hoher Temperaturen bei der Produktion verringert sich das Risiko, dass der Kopf bricht.

Ein Axtkopf aus Karbonstahl muss gut gepflegt werden. Besonders wenn Sie in Regionen unterwegs sind, in denen eine erhöhte Luftfeuchtigkeit herrscht oder häufig bei Nässe arbeiten besteht andernfalls ein erhöhtes Risiko für Rost.

Rostfreier Stahl

Rostfreier Stahl hat einen sehr hohen Kohlenstoffanteil. Im Grunde genommen ähnelt rostfreier Stahl Karbonstahl.  Rostfreier Stahl enthält allerdings eine gewisse Menge Chrom.

Das Chrom soll dafür sorgen, dass der Axtkopf vor Rost geschützt ist. Abhängig von der Legierung lassen sich einige Axtköpfe aus rostfreiem Stahl schwer schärfen.

Auch was die Robustheit anbelangt sind Axtköpfe aus rostfreiem Stahl dem stabileren Kohlenstoffstahl unterlegen.

Werkzeugstahl

Werkzeugstahl kommt sehr häufig zum Einsatz und enthält sowohl einen hohen Anteil an Kohlenstoff als auch einen gewisse Menge Chrom.

Die Menge an Chrom ist allerdings nicht ausreichend, um in die Kategorie Karbon- oder rostfreien Stahl eingeordnet werden zu können.

Werkzeugstahl kombiniert die guten Eigenschaften beider Stahlsorten. Er rostet kaum, kann auch härter beansprucht werden und lässt sich gut schleifen.

Eine schwarze Axt steckt in einem Stück Holz

Ist die Axt gut ausbalanciert?

Wählen Sie nach Möglichkeit eine Axt, die gut ausbalanciert ist. Eine gut ausbalancierte Trekkingaxt liegt gut in der Hand.

Dies sorgt nicht nur für mehr Sicherheit bei der Anwendung, sondern auch dafür, dass Sie die Energie aufbringen können, die Sie benötigen, um Holz zu spalten und andere arbeiten auszuführen.

Was kostet eine Trekkingaxt?

Abhängig von Modell und Hersteller gibt es Trekkingäxte bereits für rund 50€. Besonders hochwertige Trekkingäxte renommierter Produzenten können aber auch schnell 300 Euro und mehr kosten.

Wenn Sie häufig in der Natur unterwegs sind und schon wissen, dass Sie Ihre Trekkingaxt oft und stark benutzen werden, raten wir Ihnen lieber ein wenig mehr Geld in die Hand zu nehmen.

So erhalten Sie eine robuste Axt auf die Sie sich verlassen können und die, bei guter Pflege ein Leben lang hält.

Firmen die Trekkingäxte herstellen

Gränsfors Bruks

Das Unternehmen Gränsfors Bruck wurde bereits im Jahr 1902 in Schweden gegründet. Seither stellt die Firma qualitativ hochwertige Äxte in Handarbeit her. Outdoorfreunde schätzen die breite Produktpalette und die 20-jährige Garantie die Gränsfors Bruck auf Ihre Äxte gibt. Wenn Sie auf der Suche nach einer schwedischen Trekkingaxt sind, die nicht nur gut aussieht sondern auch funktional ist, kommen Sie an den Äxten von Gränsfors Bruks nicht vorbei.

Hier geht es zur offiziellen Seite von Gränsfors Bruk 

Hultafors

Hultafors ist eine schwedische Firma, deren Geschichte sich bis ins Jahr 1697 zurückverfolgen lässt. Neben Trekkingäxten produziert Hultafors unter anderem auch Spaltbeile sowie Forstäxte. Der Herstellungsprozess findet nach wie vor in Schweden statt. Um die durchgehend hohe Qualität Ihrer Äxte gewährleisten zu können, werden diese in enger Zusammenarbeit mit Fachleuten entwickelt und in Handarbeit produziert.

Hier geht es zur offiziellen Seite von Hultafors

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